28 Jun

Wirecard: Made in Germany

Immer wieder stehe ich mit offenen Mund sprachlos da , so erstaunt bin ich, was in dem Land, das ehemals so stolz auf das Gütesiegel „Made in Germany“ war, möglich ist.

 

So letzte Woche als binnen drei Tagen die Wirecard-Aktie vom ehemaligen „High-Flyer“ sozusagen zum Penystock bzw. Ramsch-Papier mutierte und das DAX-30-Unternehmen schließlich Insolvenz anmeldete – wegen eines Milliarden-Betrugs, an dem offensichtlich viele, viele Personen und Organisationen mitwirkten, denn: Alleine konnte Markus Braun, der Ex-CEO von Wirecard, die für das Erstellen unter anderem der Jahresabschlussprüfung eines Konzerns erforderlichen Unterlagen und Dokumente, nicht fälschen.

 

Vermutlich war es wieder der Gärtner

Bernhard Kuntz, PRofilberater Darmstadt

Ich bin mal gespannt, wie viele Manager, Wirtschaftsprüfer, Notare usw. wegen dieses Milliarden-Betrugs – u.a. aufgrund des Straftatbestands der Bildung einer kriminellen Vereinigung – länger hinter Gitter müssen. Ich habe da so meine Vermutung. Ebenso viele wie nach der Lehman-Pleite, nach der Abgasaffaire, nach dem Cum-Ex-Skandal usw. Keine!

 

Spätestens nach einigen Tagen U-Haft werden die Verantwortlichen (sofern es nicht, wie so oft, letztlich der Gärtner oder Pförtner war) auf Kaution wieder freigelassen werden und dann irgendwann vielleicht eine Geldstrafe bezahlen … und damit aus die Maus!!!!

 

Stimmen da denn noch die Relationen?

Gleichzeitig wird aber diskutiert, dass „Geistig-verwirrte“ die irgendwelche Hass-Mails versenden, eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren erhalten sollen. Stimmen da denn in irgendeiner Art und Weise noch die Relationen? Die FDP sagt vermutlich ja, und wird weiterhin die „Selbstheilungskräfte der Märkte“ beschwören.

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