26 Aug

Das Fachzeitschriften-Sterben geht weiter

Seit dem corona-bedingten  Lockdown erhalten wir, wenn wir Artikel (Fach-)Zeitschriften zum Veröffentlichen anbieten, gehäuft die Nachricht: Die Zeitschrift gibt es nicht mehr.

 

So erhielt ich heute Morgen folgende Mail, in der uns auf einen Schlag das Aus von acht Fachzeitschriften mitgeteilt wurde:

 

„Sehr geehrter Herr Kuntz,

vielen Dank für Ihre Presseinformation.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass der Betrieb der Henrich Publikationen zum 30.09. stillgelegt wird und die Zeitschriften g+h und i-Quadrat nach den letzten Ausgaben vom April sowie die Zeitschriften automation, bbr, energiespektrum, K:, logistik journal und maschine+werkzeug nach den letzten Ausgaben vom Juni nicht weitergeführt werden…..“

 

Artikel in Printmedien sind und wirken wertiger

Solche Nachrichten schmecken uns als Marketingagentur, die unter anderem auch Pressearbeit für Berater, Trainer, Coaches macht, selbstverständlich nicht, denn: Inzwischen gibt es zwar viele Online-Medien, in denen man auch Artikel publizieren kann, doch unsere Kunden freuen sich in der Regel mehr über Veröffentlichungen in Printmedien als in Online-Portalen. Aus folgenden Gründen:

  • Artikel in Printmedien sind meist „liebvoller“ layoutet bzw. gestaltet als in Online-Medien.
  • Sie wirken wertiger, wenn sie von unseren Kunden z.B. auf die Webseite hochgeladen, per Mail versandt, Angeboten beigelegt usw. werden.
  • Der Imagetransfer ist höher, wenn ein Artikel in einer bei den Zielkunden bekannten Fachzeitschrift als in einem Online-Portal erscheint.

Fachzeitschriften sterben zurzeit wie die Fliegen

Dessen ungeachtet sterben z.Z. die Fachzeitschriften gefühlt wie die Fliegen. Hierfür ist Corona nur ein Auslöser nicht die Ursache, denn dem Aus ging in der Regel ein jahrelanges Siechtum voraus. Die Tatsache, dass nach dem corona-bedingten Lockdown das Anzeigenaufkommen vieler Zeitschriften auf Null sank, führte nur dazu, dass viele Verlagsleitungen zur Einsicht kam: „Jetzt müssen wir, auch wenn es schmerzt, endgültig den Schlussstrich ziehen (… und unsere Mitarbeiter wie die Redakteure, Anzeigenverkäufer, Grafiker usw. entlassen).

 

Das Fachzeitschriften-sterben wird weitergehen

Und das Fachzeitschriften-Sterben wird weitergehen, denn klar ist: Viele der  Fachzeitschriften, die aktuell „corona-bedingt“ nur noch als E-Magazin erscheinen (um die Druck- und Versandkosten zu sparen), werden in den nächsten Monaten die Segel endgültig streichen. Damit wird die Pressevielfalt weiter sinken und damit auch unsere Möglichkeiten, Artikel in Printmedien zu platzieren.

 

Das Publizieren von Artikeln in Printmedien wird schwieriger

 

PRofil-Berater Bernhard Kuntz

Ähnlich wie dies vor Jahren bereits bei den Tageszeitungen geschah. Diese veröffentlichen bis vor ca. zehn, zwölf Jahren fast alle am Wochenende stets vor ihrem Stellenanzeigen-Teil zwei, drei Seiten mit Artikeln zu Beruf- und Karrierethemen; außerdem zwei bis vier Mal pro Jahr Aus- und Weiterbildungsbeilagen. Für diese waren wir bei vielen Tageszeitungen regelmäßige Artikel-Lieferanten.

 

Doch da das Volumen der Stellenanzeigen in den Tageszeitungen im Lauf der Zeit (auf heute fast null) sank, strichen die Verlage auch zunehmend ihre Beruf- und Karriereseiten am Wochenende sowie ihre Aus- und Weiterbildungsbeilagen. Und für uns entfiel somit ein Kanal, in dem man früher sehr gut Artikel über solche trainer-, berater- und coachrelevanten Themen wie Führung, Kommunikation und (Selbst-)Management platzieren konnte.

 

Trainer und Berater müssen sich neue Kanäle erschließen

Das ist schade. Doch „life goes on“. Also müssen sich außer uns auch unsere Kunden wie Berater, Trainer, Coaches neue Kanäle überlegen und erschließen, wie sie ihre Botschaften in die Welt hinaus tragen.

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