02 Jun

Berater, Vorsicht mit dem Krisen-Talk!!!

Die Trainer- und Beraterzunft zählt mit zu den von der Corona-Krise am stärksten gebeutelten Branchen. Dies führt auch dazu, dass man bei Lektüre ihrer Werbemittel zum Teil den Eindruck gewinnt, alle Unternehmen  stünden kurz vor dem Aus.

 

So haben in den letzten Monaten viele Berater, Trainer und Coaches in den zurückliegenden Monaten die Texte auf ihren Webseite so umgestrickt, dass man bei ihrer Lektüre den Eindruck gewinnt: Alle Unternehmen in der DACH-Region sind bald insolvent, wenn sie nicht rasch ihr Geschäftsmodell ändern. Und liest man ihre aktuellen Werbeschreiben? Dann gewinnt man nicht selten den Eindruck, alle Unternehmen sind demnächst pleite, wenn sie nicht zeitnah einen Turnaround vollziehen.

 

Neben Krisen-Verlierern gibt es auch Krisen-Gewinner

Dies ist zwar aufgrund der persönlichen Betroffenheit vieler Berater (Trainer und Speaker), deren Märkte nicht nur einbrachen, sondern sich noch lange nicht vom Lockdown erholt haben, verständlich, doch spiegelt dies nicht die Ist-Situation in der Wirtschaft wieder.

 

Faktisch lassen sich in ihr drei Gruppen von Unternehmen unterscheiden:

  1. Unternehmen, deren Märkte real zusammenbrachen und die sich so bald auch nicht erholen werden. Hierzu zählt außer der Touristikbranche, auch die Automobilindustrie (während zum Beispiel Bagger- und Gabelstaplerhersteller vergleichsweise geringe Probleme haben).
  2. Unternehmen, die zumindest seit Lockerung des Lockdowns weitgehend wieder ein Business as usual betreiben, außer dass sie ihre Arbeitsprozesse den geltenden Infektions- und Hygiene-Schutzbestimmungen anpasst haben und noch ein Teil ihrer Mitarbeiter in den Büroetagen im Homeoffice tätig ist. Hierzu zählen z.B. viele Maschinen- und Anlagenbauer und Industriedienstleister.
  3. Unternehmen, die man zumindest als temporäre Krisengewinner bezeichnen kann wie die Lebensmittel-, Pharma- und Medizintechnik-Hersteller, deren Auftragsbücher nicht nur knallvoll sind, sondern die zum Teil auch deutlich höhere Gewinnmargen als vor der Krise erzielen.

 

Bei der Kundenansprache sehr differenziert vorgehen

Entsprechend scharf sollten, nein müssen Berater, Trainer, Coaches usw. bei der Kundenansprache zum Beispiel in ihren Werbeschreiben und -mails aktuell differenzieren, wenn sie bei deren Empfängern nicht unmittelbar das Gefühl hervorrufen möchten „Der hat von unserem Markt bzw. Business keine Ahnung“ und sich so selbst als potenzielle Unterstützter desavouieren, denn: Nur weil es vielen Beratern schlecht geht, geht es nicht der gesamten Wirtschaft schlecht.

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