01 Apr

Leader sind in der Krise gefordert und gefragt

Leadership-Trendbarometer des IFIDZ zeigt: In der Corona-Krise sind die Führungskräfte vor allem als Entscheider gefragt, die ihren Mitarbeiter die nötige Orientierung geben und trotz aller Veränderungen Zuversicht ausstrahlen.

 

„Was sind aus Ihrer Warte in der aktuellen Krise die größten Herausforderungen für Führungskräfte?“ Das wollte unser Kunde das Institut für Führungskultur im digitalen Zeitalter (IFIDZ), Frankfurt, in seinem aktuellen Leadership-Trendbarometer wissen. Bei der Online-Befragung zeigte sich, in der Krise sind die Führungskräfte vor allem als Lenker und Steuerer ihrer Bereiche bzw. Unternehmen gefragt; außerdem als Persönlichkeiten, die ihren Mitarbeitern in der Krise Orientierung und Halt bieten.

 

Zentrale Herausforderungen der Leader in Krisen-Zeiten

 

So nannten die meisten der 217 Befragungsteilnehmer als zentrale Herausforderung „Prioritätensetzung: Schnell und richtig entscheiden in der Krise“ (58 Prozent; Mehrfachantworten möglich). Kaum weniger sahen als große Herausforderung „Strukturiert und fokussiert agieren in einem ‚instabilen Umfeld‘“ (54%), dicht gefolgt von der Herausforderung „Als Verantwortlicher trotz Krise Gelassenheit und Zuversicht vermitteln“ (50%).

 

 

Leader bzw. Manager müssen in der Krise Halt bieten

 

Überraschend sind diese Ergebnisse laut Barbara Liebermeister, der Leiterin des IFIDZ, nicht, denn: „Wenn eine Krise wie die Corona-Krise sämtliche Strategien und Planungen der Unternehmen obsolet macht, ist es die erste Führungsaufgabe, die veränderte Situation zu reflektieren und die Prioritäten neu zu setzen – „was in einer Situation in der viele Märkte kollabieren eine sehr herausfordernde Aufgabe ist“, denn: Ansonsten ist kein effektives Krisenmanagement möglich. Zugleich ist dies die Voraussetzung, um als Leader trotz Krise Gelassenheit und die Zuversicht „Wir schaffen das“ auszustrahlen und den Mitarbeitern die gewünschte Orientierung und den nötigen Halt zu geben.

 

Krisen-Management erfordert auch „Zukunftsblick“

Alle anderen Herausforderungen haben eine eher nachgeordnete Bedeutung oder sie ergeben sich wie die Aufgaben „Teams auf Distanz führen“ oder „Online-Meetings effektiv durchführen“ bereits aus Maßnahmen zum Bewältigen der Krise, wie dass mehr Mitarbeiter im Home-Office arbeiten.

 

Auffallend ist jedoch auch, dass über 40 Prozent der Befragten betonen, eine große Herausforderung sei, in der aktuellen Situation den „Zukunftsblick“ zu bewahren – und nicht in einen blinden Aktionismus zu verfallen. Das ist laut Patrick Merke, Mitglied der IFIDZ-Institutsleitung, nachvollziehbar in einer Situation in der scheinbar die Welt zusammenbricht. Umso wichtiger sei es jedoch, „beim Führen die Ziele gegebenenfalls neu zu definieren und im Arbeits- bzw. Führungsalltag die Prioritäten richtig zu setzen“.

 

Leader müssen Coach und Entscheider zugleich sein

Die Ergebnisse des aktuellen Trendbarometers sind für Barbara Liebermeister auch ein Indiz dafür, wie realitätsfern so manche Managementdiskussion in den letzten Jahren war – so zum Beispiel die Diskussion darüber, inwieweit Führung künftig in den Unternehmen überhaupt noch nötig sei. Gerade jetzt in der Krise zeige sich, wie unverzichtbar Führungskräfte, die sich auch als Entscheider und nicht nur als Coach ihrer Mitarbeiter verstehen, für den Erfolg von Unternehmen sind; außerdem Führungskräfte, die ihren Mitarbeitern den Rahmen und die Zielsetzungen ihres Handels vorgeben und ihnen so die nötige Orientierung bieten.

 

Mehr Infos über das Leadership-Trendbarometer

Nähere Infos über die Ergebnisse des jüngsten IFIDZ-Leadership-Trendbarometers finden Interessierte hier.

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