02 Jan

2017: Den Marketing-Bauchladen entrümpeln

Trainer und Berater sollten nicht nur ab und zu ihr Büro aufräumen, um den Überblick zu behalten. Sie sollten zuweilen auch ihren Marketing-Bauchladen entrümpeln und sich auf das Wesentliche besinnen, um Zeit und Geld zu sparen.

 

Auch im Marketing-Bereich gibt es Moden. So waren zum Beispiel vor sieben, acht  Jahren Blogs en vogue. Und nahezu jeder zweite Berater dachte: Auch ich brauche einen Blog, um mit meinen Kunden zu kommunizieren und Neukunden anzulocken. Vor drei, vier Jahren war dann plötzlich ein großer Teil der Berater im Social-Media-Fieber und dachte: Facebook & Co sind die Marketinginstrumente der Zukunft. Also begannen auch sie zu „zwitschern“ (beziehungsweise zu „twittern“) und zu „liken“ – oft ohne zu prüfen, ob sie über die Social-Media-Kanäle ihre Zielkunden überhaupt erreichen. Und seit ein, zwei Jahren sehen nicht wenige Berater in Videofilmchen auf ihrer Webseite oder auf YouTube oder Instagram ihr Heil – selbst wenn diese außer von dem Berater selbst eigentlich von niemand angeklickt werden.

 

Marketingstrategie entwickeln

Der Hauptgrund, warum nicht wenige Berater immer wieder auf neue Marketinginstrumente „abfahren“, ist: Sie haben keine Marketingstrategie. Deshalb sind sie stets auf der Suche nach neuen Zaubermitteln, um die gewünschten Marketingerfolge zu erzielen. Mit der Konsequenz, dass ihr Marketing irgendwann einer unaufgeräumten Schublade gleicht, in der sich völlig unsortiert alle möglichen Marketinginstrumente befinden:

  • ein Blog, der kaum Besucher hat,
  • ein Facebook-Account, über den sie mit Gott und der Welt kommunizieren,
  • ein, zwei lieblos gestaltete Videos, die im riesigen YouTube-Bauch verschwinden,
  • und, und, und.

 

Deshalb meine Empfehlung: Setzen Sie sich in den ersten Januar-Tagen einmal hin und fragen Sie sich:

  • Wie mache ich meine Zielkunden darauf aufmerksam, dass es mich gibt?
  • Wie vermittle ich ihnen das Gefühl, dass ich ihnen einen Nutzen bieten könnte?
  • Wie führe ich sie zur Kaufentscheidung? Und:
  • Wie halte ich den Kontakt zu meinen Bestandskunden und zu den Interessenten für meine Leistungen und baue ich meine Beziehung zu ihnen aus?

 

Weniger Tools, mehr Wirkung

Und entscheiden Sie dann anhand der Antworten auf diese Fragen:

  • Welche „Tools“ sind für mein Marketing unverzichtbar? Und:
  • Was ist „nice-to-have“ – also schmückendes Beiwerk?

 

Nach meiner Überzeugung gibt es eigentlich nur zwei Tools, die für das Marketing von Beratern, Trainern, Coaches unverzichtbar sind:

  • Erstens: eine aussagekräftige Webseite, die bei Google-Suchabfragen schnell und gut gefunden wird – für die Neukundenakquise.
  • Zweitens: eine gepflegte Adress-Datenbank und ein durchdachtes Mailing-System – um den Kontakt zu den Kunden und Noch-nicht-Kunden zu halten und die Beziehung zu ihnen auszubauen.

 

Das Marketingsystem abrunden und verfeinern

Alles andere sind sozusagen Zutaten, die das Marketing-System verfeinern und gemäß dem Geschmack des Beraters und seiner Zielkunden abrunden. Alleine machen diese Zutaten einen Berater jedoch nicht satt.

 

Ich wünsche Ihnen 2017 alles Gute – beruflich und privat.

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