06 Apr

Bei uns gibt es nix umsonst oder zum halben Preis!

Soeben schaute ich mir mal wieder die Webseiten einiger Mitbewerber von uns an. Das mache ich mehr oder minder regelmäßig, denn ich will ja wissen, was sich in unserem Markt so tut.

 

Beim Betrachten der Webseiten konnte ich mir des Öfteren ein Schmunzeln nicht verkneifen, ob der skurrilen Krisen-Angebote, die ich dort fand.

 

Wertvolles Know-how von Marktexperten zum halben Preis? Nein!

So bietet zum Beispiel ein Mitbewerber von uns als Unterstützung „für Trainer, Berater und Coaches in dieser schwierigen Zeit“ sein Marken- und Strategiehandbuch nun statt für 7,00 Euro für 5,25 Euro an. Über diese Preisersparnis von 1,75 Euro werden sich die Berater usw. aber freuen; ebenso darüber, dass sie nun für den Workshop „Strategie und Sparring“ statt 375 Euro nur noch 187,50 Euro zahlen müssen.

 

Aufgrund dieser Preisersparnis von 50 Prozent werden die Berater gewiss scharenweise den Workshop buchen, in dem man „wertvolles Know-how von Marktexperten“ erhält,

 

Kostenlose Unterstützung zum Meistern der Krise? Nein!

Ähnlich verhält es sich bei einem anderen Mitbewerber. Er hat nicht nur vermutlich krisenbedingt seine Website umgestaltet – zum dritten Mal im letzten halben Jahr. Er bietet zudem seinen Zielkunden „in den nächsten 12 Wochen einen kostenlosen Support-Service“:Jeden Montag, Mittwoch und Freitag ab 17:00 Uhr beantworten unsere Experten in einem live Online-Meeting Ihre Fragen zu den Themen Personal Branding, Business-Modelle, Vertrieb und Digitalisierung.“ Die Begründung hierfür: „Wir möchten Sie dabei unterstützen, die Corona-Krise zu meistern sowie gestärkt in eine erfolgreiche Zukunft zu blicken.“ Das ist sehr nett von unserem sehr verehrten Mitbewerber.

 

Stammkunden haben Vorfahrt – gerade in der Krise

Doch offen gesagt, einen solchen Schnickschnack können wir uns zeitlich gar nicht leisten, denn selbstverständlich wurden auch unsere Kunden von der Corona-Krise teils hart getroffen. Deshalb steht bei uns seit drei, vier Wochen das Telefon nicht mehr still, denn  permanent rufen Kunden an,

  • die sofort und schnell krisenbedingt neue Produkte oder Trainings- bzw. Beratungsformate im Markt lancieren möchten,
  • die sofort und schnell einen Artikel, eine Pressemitteilung zum Thema „xy“ brauchen,
  • die sofort und schnell neue Texte bzw. Seiten in ihre Website integrieren möchten oder
  • die von uns schlicht eine Einschätzung haben möchten: Wie entwickelt sich der Markt in den nächsten Monaten? Welche Folgen werden sich mittel- und langfristig aus der Corona-Krise für den Trainings-und Beratungsmarkt ergeben?

 

Ohne Mehrarbeit ist die Nachfrage nicht zu bewältigen

Deshalb saß ich zum Beispiel in den letzten drei, vier Wochen abends stets bis 10 Uhr im Büro. Und meine Mitarbeiter? Die arbeiten in der Krise auch deutlich mehr als zuvor.

 

Mehr Geld verdienen wir deshalb aber nicht. Auch bei uns sind die Umsätze eingebrochen, denn bei vielen unserer Kunden ist der Cash-flow zu einem großen Teil versiegt (auch wenn sie alle noch ein paar Notgroschen auf dem Konto haben).

 

Rabatte oder Preisnachlässe gibt es nur für Stammkunden, …

Und dass wir unsere Kunden, die uns zum Teil seit Jahrzehnten die Treue halten, auch in Krisenzeiten unterstützen, ist für uns selbstverständlich; ebenso dass wir  für sie bei Bedarf eine gewisse (kostenlose) Mehrarbeit erbringen. Deshalb haben wir für einen kostenlosen Support-Service für alle anderen Trainer, Berater und Coaches schlicht keine Zeit. Auch krisenbedingte Rabatte oder Preisnachlässe für potenzielle Neukunden gibt es bei uns nicht. Das Einzig, was sie von uns bekommen können, ist eine gute Leistung  zu einem fairen Preis – sofern wir hierfür noch freie Kapazitäten haben.

 

… denn sie finanzierten jahrelang unseren Lebensunterhalt

Rabatte und Preisnachlässe aufgrund der Krise gewähren wir bei Bedarf nur Stammkunden, die uns schon jahrelang die Treue halten und von denen wir wissen: Spätestens, wenn die Krise vorbei ist, erhöhen sie wieder ihre Marketingbudgets, denn: Diese Kunden haben sich unsere „Solidarität“ verdient. Schließlich finanzierten sie in den zurückliegenden Jahren meinen Lebensunterhalt und den meiner Mitarbeiter (nebst Familien) – die potenziellen Neukunden nicht!

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