11 Mai

„Wollen die mich veräppeln?“

… das fragte ich mich gestern, als ich in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung las: Christian Lindner von der FDP fordert, die Besteuerung der Unternehmensgewinne zu senken, um die Investitionskraft der Unternehmen zu erhöhen.

 

Das fragte ich mich aus zwei Gründen.

  • Erstens: Die FDP fordert das gleichlautend seit über 20 Jahren – spätestens seit die Möllemänner und Westerwelles die Partei kaperten. Deshalb ist dies keine Neuigkeit, die eine Zeitschrift auf ihrer Seite 1 veröffentlichen sollte.
  • Zweitens: Bisher dachte ich als Inhaber einer kleinen GmbH, alle Investitionen seien Betriebsausgaben, die den Gewinn und somit die Steuerlast eines Unternehmens senken. Zudem könne jedes Unternehmen steuerfreie Rücklagen für Investitionen bilden. Zumindest erzählte mir das so oder so ähnlich mein Steuerberater.

 

Nach Helmut Kohl sind die Steuern kontinuierlich gesunken

Bernhard Kuntz – PRofilBerater, Darmstadt

 

Da ich mir diesbezüglich jedoch unsicher war und wissen wollte, ob mich die Lindners in der Jammerlappen-Partei FDP, die auch in Boom-Zeiten klagen und eine steuerliche Entlastung der Wirtschaft fordern, mal wieder für blöd verkaufen wollen, fing ich an zu googeln.

 

Dabei stieß ich auf einen leider schon etwas älteren Artikel aus der taz mit dem Titel „Macht es wie Helmut!“. In ihm werden die Steuersätze zu Helmut Kohls Zeiten mit den heutigen verglichen.

 

Der Artikel lässt sich wie folgt zusammenfassen: So richtig geschröpft wurden die „Besserverdienenden“ (Wort-Kreation der FDP) und die Unternehmen zu Helmut Kohls Zeiten. Seitdem ist ihre Steuerlast eigentlich kontinuierlich gesunken – auch als die SPD und die Grünen, lange ist es her, die Bundesregierung stellten.

taz-Artikel: „Macht es wie Helmut!“

 

Ich will den Alt-Kommunisten bzw. -Kanzler Kohl wieder haben

Dass Helmut Kohl ein solcher Wirtschaftsfeind und verkappter Alt-Linker bzw. -Kommunist war, war mir bisher gar nicht klar.

 

PS.: Noch etwas wurde mir bei meiner Google-Recherche bewusst: Das Internet vergisst wirklich nichts. So entdeckte ich in dem taz-Archiv auch drei Artikel, die ich 1989, also vor mehr als 30 Jahren für diese Zeitschrift schrieb.

taz-Artikel von Bernhard Kuntz

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