04 Mrz

Trainerhonorare sinken – Honorar-Studie von Training aktuell

Trainer spüren Auswirkungen der digitalen Transformation in der Weiterbildungsbranche auch in ihrem Geldbeutel.

 

Im Drei-Jahres-Rhythmus erhebt der Verlag managerSeminare, der auch die Zeitschrift Training aktuell herausgibt, Trends und Entwicklungen im Weiterbildungsmarkt und wie sich die Honorare der Trainer, Berater und Coachs entwickelt haben. Nun wurden in Training aktuell vorab erste Ergebnisse der Befragung publiziert, an der circa 1150 Weiterbildungsanbieter teilnahmen.

 

Digitale Lernformate drücken Trainerhonorare

Ein interessiertes Ergebnis der Studie ist, dass seit 2015 das durchschnittlich erzielte Tageshonorar von Trainern – trotz boomender Konjunktur – leicht von 1.333 Euro auf 1.297 Euro sank. Noch interessanter als dieser Befund ist jedoch die Begründung, die die Trainer hierfür geben: eine wachsende Konkurrenz durch digitale Lernformate. Immerhin jeder fünfte Befragte gab an, dass er diese inzwischen als Konkurrenz wahrnehme, „die die eigenen Verdienstmöglichkeiten schmälern“. Als Ursache hierfür nennt Training aktuell, viele Unternehmen seien inzwischen bezüglich deren Einsatzes „aus der Pilotphase heraus und machten Ernst mit der breiten Implementierung von Blended- und Mobile-Learning-Konzepten“.

 

Erfahrung beeinflusst Trainerhonorar und -auslastung stark

Ein weiterer, wenn auch nicht neuer interessanter Befund der Studie ist, welch enger Zusammenhang sowohl bei der Auslastung als auch beim erzielten Honorar mit der Berufserfahrung als Trainer besteht. So führten die Trainer mit ein bis zwei Jahren Berufserfahrung im Jahresschnitt nur 12,8 Trainingstage durch, die mit 9 bis 10 Jahren Erfahrung hingegen 32,7 und die mit über 20 Jahren Erfahrung gar 50,9 Tage pro Jahr. Dies zeigt auch deutlich, wie lange man als Trainer braucht, um sich einen soliden Kundenstamm aufzubauen, der regelmäßig bzw. immer wieder auf die angebotenen Trainingsleistungen zurückgreift.

 

Trainerhonorar der Newcomer ist recht niedrig

Ähnlich sieht es bei den durchschnittlich erzielten Honoraren aus. Während die Newcomer mit ein bis zwei Jahren Berufserfahrung im Schnitt nur einen Tagessatz von 966 Euro erzielten, betrug dieser bei den Trainern mit 9 bis 10 Jahren Berufserfahrung 1.214 Euro und bei ihren Berufskollegen mit über 20 Jahren Berufserfahrung sogar 1.512 Euro.

 

Entsprechend weit klaffen die mit Trainings und Seminaren erzielten Jahresumsätze auseinander. Bei Trainern mit ein bis zwei Jahren Berufserfahrung beträgt der Jahresumsatz im Schnitt nur magere 12.365 Euro, bei Trainern mit über 20 Jahren Berufserfahrung hingegen ist Umsatz mehr als 6 Mal so hoch: 76.961 Euro. Dabei gilt es jedoch zu bedenken: Diese Zahlen beziehen sich nur auf den Umsatz mit Trainings und Seminaren. Die weiteren Umsatzsäulen vieler Anbieter wie Coaching und Beratung sind dabei nicht berücksichtigt.

 

Newcomer sollten ein finanzielles Polster haben

Unabhängig davon zeigen die Zahlen jedoch, dass Newcomer im Trainings- und Beratungsmarkt ein gewisses finanzielles Polster haben sollten – nicht nur weil in ihren ersten Berufsjahren ihre Umsätze meist noch recht niedrig sind, sondern auch weil sie gerade in der Startphase recht viel Zeit und/oder Geld ins Marketing investieren müssen.

 

Die rund 100-seitige Studie „WeiterbildungsSzene 2019 – Honorare und Gehälter in Training, Beratung, Coaching“ erscheint Anfang März im Verlag managerSeminare. Sie kostet 99,50 Euro. Abonnenten der Zeitschrift Training aktuell erhalten sie als E-Book kostenlos.

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