05 Sep

Vertriebsführung: Welches Buch ist denn nun das Standardwerk?

Zuweilen kann ich mir ein gewisses Schmunzeln über das Marketing-Gebahren mancher Verkaufstrainer nicht verkneifen.

 

So erging es mir zum Beispiel, als ich zufällig im Internet auf die Information stieß: Am 1. Oktober 2019 – also in circa vier Wochen – wird im Gabal-Verlag ein neues Buch von Martin Limbeck mit dem Titel „Limbeck. Vertriebsführung“ erscheinen, dessen Untertitel lautet „Das Standardwerk für Sales Management“.

 

Neugierig geworden schaute ich bei Amazon nach, und richtig auf dem Cover des neuen Limbeck-Buchs prankt dick und fett ein Button: „DAS STANDARDWERK für SALES MANAGEMENT“.

 

Noch ein Standardwerk zum Thema Vertriebsführung

Als ich dies las, klingelte es bei mir im Hinterkopf: Irgendwoher kennst du das doch? Und dann fiel es mir wieder ein. Richtig im Herbst 2017 ist doch schon einmal ein Buch mit dem Titel „Vertriebsführung“ erschienen und zwar von Andreas Buhr – ebenfalls im Gabal Verlag.

 

Und dieses Buch wird nicht nur auf der Webseite der Firma von Herrn Buhr als das „NEUE  DEUTSCHE STANDARDWERK FÜR DEN VERTRIEB“ bezeichnet; nein, auch in einer Pressemitteilung der PR-Agentur der Buhr & Team Akademie für Führung und Vertrieb AG, anlässlich des Ersterscheinens des Buchs vom 31. August 2017 heißt es: „‚Vertriebsführung‘: Neues Standardwerk von Andreas Buhr“ erscheint bei Gabal“.

 

Welches Vertriebsführung-Buch ist denn nun „DAS“ Standardwerk?

Entsprechend ratlos bin ich nun, welches Buch das Standardwerk zum Thema Vertriebsführung ist: das Buch von Herrn Buhr oder das von Herrn Limbeck? Vielleicht wissen es die Lektoren im Gabal-Verlag. Schließlich hat er ja beide Bücher verlegt.

 

Eines habe ich jedoch gelernt: Offensichtlich kann man Bücher noch vor ihrem Erscheinen zu Standardwerken erklären. Bisher dachte ich, ob ein Buch ein Standardwerk wird, würde sich erst nach dem Erscheinen erweisen – und zwar nicht nur anhand seiner Verkaufszahlen, sondern auch daran, ob es auch 5, 10 oder gar 20 Jahre nach seinem Ersterscheinen noch nachgefragt wird.

 

Wie schnell doch für manche Verkaufstrainer anscheinend die Zeit vergeht.

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